Zwei Gärtner im Gewächshaus

Bayerischer Gartenbaukongress,

06. Juni 2018

Veranstaltungsforum Fürstenfeldbruck

„Wer nicht an die Zukunft glaubt, soll keine Bäume pflanzen.“

Walter Ludins Zitat könnte für die Gartenbaubranche aktueller nicht sein. „Bayerischer Gartenbau“ – das beschreibt eine ganze Branche zwischen Tradition und Innovation, denn längst prägen neue Technologien wie die Digitalisierung, die Wirtschaftsweise unserer bayerischen Gärtner. Der schnelle Wandel wirft ständig neue Fragen auf, die beantwortet werden wollen. Welche Innovationen sind sinnvoll und auf welche werden die neuen Pioniere des bayerischen Gartenbaus setzen? Wie wirkt sich der Fortschritt auf die Wettbewerbsfähigkeit gartenbaulicher Unternehmen aus? Mit welchen Fragestellungen müssen sich Betriebsleiter zukünftig auseinandersetzen? Das sind Fragen, die die gesamte Gartenbaubranche bewegen und die an diesem Tag umfassend, in drei parallel laufenden Foren, diskutiert werden sollen.

In Zusammenarbeit mit den bayerischen Gartenbauverbänden, dem BBV, dem Cluster Ernährung, der alp Bayern und der LWG ist es gelungen, zahlreiche Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis, Verbänden und Beratung für den Kongress zu gewinnen, die ihr Wissen und ihre Ideen teilen möchten.

Die Anmeldung ist bis zum 25. Mai 2018 möglich über das Online-Anmeldeformular unter
www.stmelf.bayern.de/gartenbaukongress

>> Download Flyer

Frau mit großem Blumenkorb

Das Frühjahr ist ein idealer Zeitpunkt zum Blumenschenken

(GMH) Ob als Gastgeschenk zur Frühstücks- oder Partyeinladung, als Präsent zum Einzug, Geburtstag oder Muttertag, als Dankeschön, Entschuldigung oder einfach als spontane Geste zwischendurch: Blumen und Pflanzen sind immer ein gern gesehenes Geschenk. Sie erfreuen Jung und Alt, Frauen und Männer, und es gibt kaum jemanden, der sie nicht mag.

Der Start der Beet- und Balkonpflanzensaison im Frühjahr ist der ideale Moment, liebe Menschen mit Blumen zu überraschen, denn nie ist die Auswahl an grünenden und blühenden Glücksboten größer: Begonien, Fleißige Lieschen, Fuchsien, Geranien, Gerbera, Hortensien, Kornblumen, Margeriten, Nelken, Petunien, Ranunkeln und Rosen sorgen nach langen Wintermonaten für natürlich schöne Augenblicke und gute Laune. Wer Pflanzenfreude schenken möchte, sollte neben dem Wohnumfeld auch den persönlichen Stil der zu beschenkenden Person beachten: Besitzt diese einen Garten, einen Balkon oder eine Terrasse? Liebt sie es eher klassisch oder ausgefallen? Hat sie eine Lieblingsfarbe? Das Frühjahrsblumensortiment hält garantiert für jeden Wunsch und Geschmack etwas Passendes bereit.

Pflanzenfreude für die Wohnung
Wenn es draußen grünt und blüht und die Farbenpracht täglich größer wird, freuen sich Menschen ohne eigenen Garten oder Balkon besonders über einen lebendigen Gruß aus der Natur. Die Möglichkeiten für blühende Indoor-Geschenke sind schier unbegrenzt. Sie reichen von einzelnen Gerbera, Ranunkeln oder Forsythienzweigen in filigranen Glasgefäßen über prachtvolle Frühjahrssträuße bis hin zu farbenfrohen Topfrosen oder Flammenden Käthchen für die Fensterbank. Eine besonders schöne Geschenkidee sind auch mit unterschiedlichen Blumen bepflanzte Schalen oder Körbe. Dekoriert mit farblich abgestimmten Schleifen, filigranen Tierfiguren oder Naturmaterialien wie Zweigen oder Moos stehen sie einem Blumenstrauß in nichts nach und wirken auf Tisch oder Kommode wie eine Art Mini-Garten. Generell gilt: Nach der Blüte können die meisten Pflanzen einfach nach draußen gesetzt werden. Während bunte Farben unbändige Lebensfreude versprühen, haben Pflanzkombinationen in harmonisch aufeinander abgestimmten Farbtönen eine eher elegante Wirkung. Die große Auswahl an Frühjahrsblühern ermöglicht es, Farbvorlieben jederzeit zu berücksichtigen. Wer zum Beispiel Pink mag, wird sich über eine Komposition aus blühenden Begonien, Fleißigen Lieschen und Nelken freuen, Blau-Fans hingegen dürfte ein Arrangement aus Hortensien, Kornblumen und Petunien gefallen. Wichtig: Gepflanzte Blumen stehen im Haus am liebsten hell und in ausreichendem Abstand zur Heizung. Die Pflanzgefäße sollten immer über einen Wasserablauf verfügen, um Staunässe zu vermeiden.

Pflanzenträume für Garten, Balkon und Terrasse
Gärten, Balkone und Terrassen erweitern an schönen Tagen den Wohnraum nach draußen und werden gerne als entspannende Wohlfühloasen genutzt. Für Balkon- und Terrassenbesitzer sind deshalb fertig bepflanzte Kübel, Ampeln oder andere Gefäße gerade zum Start der Garten- und Balkonsaison eine schöne Geschenkidee. Nicht nur die Auswahl an Pflanzgefäßen, auch das Angebot an blühenden Beet- und Balkonpflanzen ist riesig, und jede Pflanze hat ihre eigenen Standort- und Pflegeansprüche. Wenn Sie die Lage des Gartens oder Balkons kennen, können Sie die Pflanzen gezielt auswählen. Für sonnige Plätze eignen sich zum Beispiel Geranien und Wandelröschen, die es auch als dekorative Hochstämme gibt. Im Halbschatten fühlen sich unter anderem Hortensien, Margeriten und Petunien wohl, und Schatten vertragen neben Begonien auch Fuchsien oder Primeln. Ein weiteres wichtiges Kriterium für die Pflanzenwahl ist der Pflegeaufwand. Pflegeintensive Pflanzen eignen sich nur für Menschen, die gerne viel Zeit mit Pflanzenpflege verbringen. Im Zweifelsfall sollte man pflegeleichte Pflanzen bevorzugen oder gleich ein Pflanzgefäß mit integriertem Bewässerungssystem mit verschenken.

Kräutergarten für Hobbyköche
Eine ebenso dekorative wie praktische Geschenkidee für Menschen, die gerne kochen, ist ein Mini-Kräutergarten. Dieser ist sowohl für drinnen als auch für draußen geeignet. In einem nostalgischen Zink-Übertopf oder einem hübschen Terrakotta-Gefäß lassen sich mediterrane Kräuter wie Zitronenthymian, Dalmatiner-Salbei, Gewürzlorbeer, Lavendel, Rosmarin oder Zitronenmelisse sehr gut kombinieren. Ein derartiger Mini-Kräutergarten erfreut alle Sinne, denn er verbreitet einen angenehmen, würzigen Duft und sieht außerdem wunderschön aus.

Mehr Ideen für Pflanzengeschenke und fachkundige Beratung bekommen Sie beim Fachhändler, einen inspirierenden Kurzfilm voller natürlich schöner Augenblicke gibt es unter www.natuerlich-schoene-augenblicke.de.

Zwei Frauen unterhalten sich im Wintergarten

Blütenzarte Babynamen

Viele Eltern möchten ihren Kindern einen Namen mit besonderer Bedeutung geben. Sehr beliebt sind Namen, die an attraktive Blumen erinnern.

(GMH/PRE) Wir bekommen ein Baby – gibt es eine schönere Neuigkeit? Strahlende Gesichter und ein noch kaum sichtbarer, aber bereits voller Stolz getragener Babybauch künden von der frohen Botschaft und lassen die Welt am ganz persönlichen Glück teilhaben. Beinahe ebenso groß wie die Vorfreude ist im Familien- und Freundeskreis oft die Neugier, wenn es um die N-Frage geht: Habt Ihr Euch schon Namen überlegt? Die einen halten die Antwort bis zur Geburt streng geheim, um Kommentare im Vorfeld zu vermeiden, die anderen diskutieren die Auswahl ganz offen oder vergeben sogar „Arbeitstitel“ (die manchmal eine erstaunliche Eigendynamik gewinnen).

Allen Eltern gemein dürfte jedoch der Wunsch sein, vorauszuspüren, welchen Charakter das Kind wohl haben wird, und welcher Name dazu passen könnte. Außerdem hat sich in den vergangenen Jahren der Trend zu ungewöhnlichen Namen weiter verstärkt: Individuell soll er sein, ohne aber den Nachwuchs später der Lächerlichkeit preiszugeben. Wer noch nach Anregungen sucht, dem könnte ein Gärtnereibesuch weiterhelfen: Schon seit Jahrhunderten werden die Namen attraktiver Blumen gerne auf Menschen übertragen, auf dass sich die Schönheit, Stärke oder Beständigkeit der Pflanzen in den neuen Erdenbürgern widerspiegeln möge.

Zeitlos schön
Ob Lilly oder Jasmin, Linnea oder Nasri, Fleur oder Katniss: Von Blumen abgeleiteten Namen wohnt schon im Klang eine besondere Poesie inne, und doch wirken sie meist angenehm vertraut. Und oftmals überraschend modern, was wohl daran liegt, dass sie trotz ihrer langen Tradition selten inflationär benutzt worden sind. Darüber hinaus ist die blumige Namenstradition in nahezu allen Kulturkreisen anzutreffen – vielleicht hält ja beispielsweise der türkische, jüdische, italienische oder japanische Namensschatz den persönlichen Favoriten bereit.

Wer auf Nummer sichergehen will, kann sich die auserkorenen Namensgeber beim Gärtnereibesuch ja nochmal aus der Nähe ansehen oder beim Schlendern durch den Blütenreigen nach Anregungen für eigene Namenskreationen suchen – die Pflanzenexperten vor Ort verraten Ihnen gerne die deutschen und lateinischen Bezeichnungen. Betriebe in Ihrer Nähe finden sich unter http://www.premium-gaertnerei.de. Übrigens, Mädchennamen mit blumigem Bezug sind zwar deutlich in der Mehrzahl, doch auch bei Jungennamen wird man fündig – Hyazinth, Oren oder Dandelion tragen zweifelsohne eine exotische Note, aber mit Florian oder Ivo ist man wieder ganz geerdet. Über die passende Deko zur Taufe oder Namensparty muss man sich bei einem floralen Bezug auf jedem Fall keine Gedanken mehr machen – sehr praktisch.

Junegnnamen mit blumigen Bezügen

Chrysantos Goldblume
Cicero Kichererbse
Dandelion Löwenzahn
Florian der Blühende
Hyazinth Hyazinthe
Ivo Eibe
Jacek Hyazinthe
Jolando Veilchen
Linnaeus Moosglöckchen
Miki schöner Baum
Naoki gerader Baum
Oren Kiefer
Yves Eibe

 

Mädchennamen mit blumigen Bezügen

Anthea Blume, Blüte
Ayaka Blume, Sommer, farbenfroh
Blossom Blüte
Cataleya Cattleya-Orchidee
Daisy Gänseblümchen
Dalia nicht Dahlie, sondern Olivenzweig, Rebstock
Daphne nicht Seidelbast, sondern Lorbeer
Fiorella Blümchen
Fleur Blume
Flora, Floretta, Florina, Florisa Göttin der Blüte
Florence die Blühende
Ginger Ingwer
Gül Rose
Hana Blume
Hanako Blumenkind
Haruka Frühlingskind
Heather Heidekrat
Iris Schwertlilie
Ivy Efeu
Jasmin Jasmin, Blume
Jolanda violette Blume
Juri Lilie
Kasumi Färberdistel
Katniss Pfeilkraut
Kusuma Blume
Lale, Laleh Tulpe
Laurentia Lorbeer
Leilani Himmlische Blume
Lilly, Liliane, Lillian Lilie
Linnea Moosglöckchen
Margarete, Margarita, Margherita Perle, aber auch Blütenkranz
Midori Grün
Miki schöner Baum
Momoko Pfirsich
Nasrin, Nesrin wilde Rose
Nurit Butterblume, Hahnenfuß
Orchidea Orchidee
Ornella Blumen-Esche
Ortensia Garten
Poppy Mohn
Rayen Blume
Rosa, Rose, Raisa Rose
Rosalie, Rosalia die Rosenhafte
Sakura Kirschblüte
Sayuri Kleine Lilie
Susanna, Susanne Lilie
Viola Veilchen
Zahra Blume, Blüte, Schönheit

Dachterasse mit Blumen und Liegestuhl

Der Tristesse aufs Dach gestiegen: Traumgarten in luftiger Höhe

Sie haben keinen Garten? Sie träumen von Pflanzen, Bäumen und einem grünen Wohnumfeld ohne Lärm und Autoabgasen? Gerade in den Ballungszentren bleibt nicht viel Platz für einen grünen Rückzugsort, selbst kleine Gärten oder Grünflächen sind dort eher selten.

Foto (BGL): Die Beliebtheit von Dachgärten und -terrassen ist in den vergangenen Jahrzehnten enorm gestiegen

Umso größer ist die Sehnsucht nach dem Blick ins Grüne und es besteht ein starkes Bedürfnis, in einer grünen Umgebung zu wohnen. Nun muss ein Traumgarten nicht immer zu ebener Erde liegen, die Beliebtheit von Dachgärten und -terrassen ist in den vergangenen Jahrzehnten enorm gestiegen. Viele bislang ungenutzte Flächen werden bei fachkundiger Anlage und Bepflanzung zur Wohl-fühloase in luftiger Höhe, lassen den Straßenlärm vergessen und sind ein begehrter Aufenthaltsort für Erholung und Freizeit. Flachdächer, Dachgeschosse, Garagendächer und selbst Steildächer verwandeln sich mit fachmännischer Unterstützung des Landschaftsgärtners in blühende Oasen, ver-bessern die Wohnqualität und werten das Stadtbild auf.

Ökologisch durchDACHt
Dachgärten und begrünte Dächer verbessern zu jeder Jahreszeit den Wärmehaushalt eines Hauses. Wenn sich in den Sommermonaten die Hitze in den Beton- und Steinmassen der Stadt spei-chert, wirken sie wie Kühlzellen und verhindern mit ihrem grünen Mantel aus Pflanzen die Aufhei-zung der unter dem Dach befindlichen Räume. Im Winter, wenn Wärme gewünscht ist, sorgen bepflanzte Dächer für eine zusätzliche Isolierung und das Innenraumklima wird auf natürliche Art reguliert. Auch dem Umweltschutz dienen sie in vielfacher Weise. Neben ihrer schalldämpfenden Wir-kung gegen Lärm aller Art werden von den Pflanzen Schadstoffe in der Luft gefiltert und Staub wird gebunden. Gründächer bringen ein Stück Natur zurück in die Stadt und bieten Vögeln, Insekten und anderen Kleinstlebewesen einen willkommenen Lebensraum und sind gleichzeitig die optimale Er-gänzung für ein nachhaltiges Regenwassermanagement. Niederschläge werden aufgefangen und fließen somit nicht ungenutzt in das Abwassersystem.

Werden Dachbegrünungen fachgerecht angelegt, wirken sie für Hausbesitzer sogar als Kosten-bremse: die Dachdichtung wird vor UV-Bestrahlung, großen Temperaturunterschieden sowie Hagel und Regen geschützt und die Lebensdauer des Daches wird erheblich verlängert. Nicht zuletzt aus diesem Grund wird die Anlage von Gründächern auch von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanziell gefördert.

Foto (BGL): Wohlfühloasen in luftiger Höhe lassen den Straßenlärm vergessen und sind ein begehrter Auf-enthaltsort für Erholung und Freizeit.

Gut beraten bei der Pflanzenwahl
Wer von den Vorteilen eines grünen Refugiums in luftiger Höhe überzeugt ist, muss sich vor der An-lage entscheiden, ob es ein richtiger Dachgarten oder „nur“ ein grünes Dach werden soll. Bei der konkreten Planung und der Anlage ist der Rat und vor allem die Tat von Experten unerlässlich, umim konkreten Fall zu beurteilen, welche individuellen Möglichkeiten es gibt und welche Art der Bepflanzung die beste ist. Wenn der Dachgarten begehbar als verlängerter Lebensraum häufig genutzt werden soll, wird der Landschaftsgärtner eine sogenannte Intensivbegrünung mit durchwurzelungsfester Dachabdichtung und verschiedenen Erdschichten anlegen. Sie ähnelt in vielem einem ebenerdigen Garten und lässt sich ebenso individuell mit Stauden, Gehölzen und sogar Bäumen gestalten.

Eine sorgfältige Pflanzenauswahl ist allerdings ratsam, denn ein Dach ist ein außergewöhnlicher Standort: Wind und Wetter verlangen den Pflanzen einiges ab. Neben der Anlage von Staudenbee-ten sowie Sträuchern, Rasen zum Spielen und Toben lassen sich sowohl kleine Bäume als auch Teiche in die intensive Dachbegrünung integrieren. Zu den hierzu geltenden Vorschriften und Aufla-gen fragt man am besten den Landschaftsgärtner. Begehbare Dachgärten sind genehmigungspflich-tig. Die einfachere Variante, die weniger intensiv genutzt wird, bezeichnet man als extensive Dach-begrünung. Auf speziellem Vegetationssubstrat gedeihen genügsame Pflanzen wie Gräser, niedrige Stauden, Wildkräuter und Moose. Selbst Steildächer bis zu einer Neigung von 45 Grad können extensiv begrünt und zu weithin sichtbaren Blickfängen werden, denn es gibt viele für die kargen Verhältnisse geeignete Pflanzen, die sogar Blüten entwickeln wie beispielsweise der purpurblühende Feldthymian.

 

Foto (BGL): Gründächer bringen ein Stück Natur zurück in die Stadt und bieten Vögeln, Insekten und anderen Kleinstlebewesen einen willkommenen Lebensraum.

Große Wirkung mit der richtigen Pflege
Auch Gründächer und Dachterrassen möchten wie jeder Garten mit lebendigen Pflanzen gehegt und gepflegt werden. Vor allem in der Anfangsphase ist die Pflege sehr wichtig, um zu gewährleisten, dass sich die Bepflanzung im gewünschten Stil entwickelt. Vor allem im Frühjahr und im Herbst sollten die Abflüsse sowie die Rand- und Sicherheitsstreifen von verstopfenden Einlagerungen wie Laub und Wildwuchs befreit werden.

Extensive Dachbegrünungen sind relativ pflegeleicht und erfordern weniger Aufmerksamkeit als die intensive, die vom Pflegeaufwand her einem „normalen“ Garten ähnelt und mehr Zeit in Anspruch nimmt. Wem diese Zeit fehlt, sollte sich vom Experten für Garten und Landschaft über einen Pflegevertrag beraten lassen, der dafür garantiert, dass das grüne Umfeld regelmäßig professionell versorgt ist. Mehr Informationen und der Landschaftsgärtner in Ihrer Nähe sind unter www.mein-traumgarten.de zu finden.

Zwei Frauen beim Zubereiten von Pilzsalat

Vegan leben? – Mit Pilzen fällt das leichter

(GMH/BDC) Rund 900.000 Bundesbürger lebten im Jahr 2015 vegan, erklärt der Vegetarierbund Deutschland. Mittlerweile wird die Zahl gestiegen sein, denn es gibt gute Gründe vegan zu leben. Vegane Ernährung schützt vor Herz-Kreislauferkrankungen, Gicht und Diabetes. Veganer sind schlanker, ihr Blutdruck ist niedriger als bei Menschen, die sich normal ernähren. Kein Tier muss sterben, um den Hunger von Veganern zu stillen und die Umwelt dankt es auch. Viele Menschen entscheiden sich daher gegen den Verzehr von tierischen Produkte aller Art.

Nur ist es mit dem puren Streichen von Milch, Eiern, Wurst und Käse vom Speiseplan allein nicht getan. Wer vegan leben will, muss sich bewusster ernähren als andere, damit keine Mangelerscheinungen auftreten. Sonst kommt es zu Heißhunger-Attacken, Infektanfälligkeit, Hautproblemen und anderen unliebsamen Erscheinungen. Daher gehören neben Gemüsen, Früchten und Körnern vor allem Pilze zu den für Veganer besonders wichtigen Nahrungsmitteln. Warum gerade Pilze? Pilze bilden in der Systematik der Lebewesen ein eigenes Reich zwischen Pflanzen und Tieren. Auch wenn sie in ihrem Wuchsverhalten und mit ihrem fehlenden Nervensystem wie Pflanzen erscheinen, besitzen sie etliche Eigenschaften, die sonst nur bei Tieren zu finden sind. So enthalten ihre Zellwände Chitin, einen Stoff der sonst nur bei Insekten und Würmern auftaucht. Darmbakterien lieben diesen Stoff, nehmen kräftig zu und produzieren eifrig Vitamine wie Biotin (B7) und Thiamin (B1).

Außerdem bilden Pilze die einzige nichttierische Quelle für Vitamin D. Das Vitamin, das über den Kalzium-Haushalt und den stabilen Knochenaufbau des Körpers entscheidet, wird zwar bei Sonnenbestrahlung in der eigenen Haut gebildet. Aber weil wir in den Wintermonaten überwiegend drinnen leben, findet Sonnenbestrahlung und Vitamin D-Produktion in der Haut nicht statt. Dafür liefern Pilze 2 μg Vitamin D pro 100 g, was etwa 4 bis 5 mittelgroßen Champignons entspricht. Austernpilze schlagen sogar mit 3 μg pro 100 g zu Buche. Da ist der tägliche Bedarf von 5 μ rasch erreicht. Groß ist auch der Anteil an Vitamin B2, das Riboflavin, das eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel spielt. Vitamin B3-, B5- (Pantothensäure) und Folat-Gehalte können sich ebenso sehen lassen.

Sogar das für den menschlichen Organismus so wichtige Vitamin B12 kommt in Pilze vor, das sonst nur tierischen Produkten vorbehalten ist. Blutbildung und das Funktionieren des Nervensystems, DNA-Synthese und Zellteilung hängen von der ausreichenden Versorgung des Körpers mit Vitamin B12 ab. Für Veganer liegt genau dort eine Schwachstelle. Daher gilt: Pilze essen und regelmäßig untersuchen lassen, ob die Vitaminversorgung noch stimmt.

Für Veganer genau richtig: Pilze mit ihrem kräftigen Biss und mit ihrem Reichtum an Vitaminen, die sonst nur in tierischen Produkten vorkommen. (Bildnachweis: GMH/BDC)

Damit nicht genug, Pilze enthalten auch alle acht essentiellen Aminosäuren, was ihnen den Namen „Fleisch des Waldes“ eingetragen hat. Essentielle Aminosäuren kann unser Körper nicht selbst herstellen, ohne sie klappt aber der Aufbau von Proteinen und Peptiden nicht. Für Veganerheißt das, Nahrungsmittel sehr bewusst auswählen, damit es zu keinem Aminosäuren-Mangel kommt. Mit Pilzen ist das kein Problem. Stark sind Pilze auch bei den essentiellen Zuckern. Zwar nehmen die meisten Menschen – auch Veganer – Glucose und Fructose schon mehr als genug zu sich. Nicht aber die sechs anderen essentiellen Zucker wie Galaktose und Mannose. Ihre wohl wichtigste Funktion: Der reibungslose Informationsfluss von Zelle zu Zelle. Damit er ungehindert funktioniert, sind Pilze wichtig, denn sie enthalten alle acht essentiellen Zucker.

Hilfreich sind Pilze aber auch für alle, die von gemischter Kost auf vegane Ernährung umstellen wollen. Mit ihrem kräftigen Biss erinnern geschmorte Austern- oder Shiitake-Pilze stark an das bisher gewohnte Fleisch. Mit ihnen fällt es deutlich leichter, sich an die neue Ernährungsform zu gewöhnen. Sogar für Frutarier eignen sich Pilze. Wer sich ausschließlich von pflanzlichen Produkten ernähren möchte, deren Ernte keine Beschädigung der Pflanze zur Folge hat, ist mit Pilzen gut bedient. Wie Apfel, Birne oder Bohne sind auch Pilze Fruchtkörper. Werden sie behutsam geerntet, nimmt das Wurzelgeflecht des Pilzes, das Pilzmycel, keinen Schaden. Man darf sie also guten Gewisses genießen – egal welcher Ernährungsform man anhängt.

Viele weitere interessante Informationen und Rezepte zu Speisepilzen finden Sie auf der Website www.gesunde-pilze.de.

Zurück zur Übersicht