Frau und Mann arbeiten im Garten mit Sonnenblumen

Bunter Blütencocktail für Insekten und Gartenbesitzer

Viele Gartenbesitzer wollen für die Biodiversität – also die Vielfalt im Garten – ihren Teil beitragen. Wie lässt sich dies aber in der heimischen „grünen“ Oase beispielsweise mit blühenden Pflanzen umsetzen? Die Experten der Bayerischen Gartenakademie geben dafür Tipps. Dadurch entstehen nicht nur bunte Farbtupfer für das Auge, sondern auch ein gedeckter Tisch für unsere heimischen Insekten.

Von der Theorie zur Praxis am Beispiel Insektenförderung

Insekten brauchen viele einfache, d. h. ungefüllt blühende Pflanzen vom zeitigen Frühjahr bis in den Spätherbst, die ihnen reichlich Nektar und Pollen sowie Überwinterungsmöglichkeiten bieten. Inzwischen gibt es verschiedene Blühmischungen und Staudenmischpflanzungen, die speziell zur Förderung der Insektenwelt entwickelt wurden. Sie bieten einen reich gedeckten Tisch für Insekten und erfreuen zugleich das Auge des Gartenfreundes vom Frühjahr bis zum Spätherbst. Meist sind sie pflegeleicht, wenn sie erst einmal eingewachsen sind.

Worauf kommt es an?

Wichtig für die Insekten ist, dass die Mischungen durchblühen, je nach Art und Zusammensetzung vom frühen Frühjahr bis zum Spätherbst. Für den Blüherfolg ist die fachgerechte Anlage entscheidend: Bodenlockerung, Unkrautfreiheit, Wässern bis zum Bestandschluss. Es empfiehlt sich, die Stängel über den Winter stehen zu lassen, erst im Frühjahr erfolgt der Rückschnitt der Stauden oder das Abmähen der Blühmischungen.

Viele bunte Blumen auf einer Wiese

Viele Gartenbesitzer wollen für die Vielfalt im Garten ihren Teil beitragen.
Die Experten der Bayerischen Gartenakademie geben dafür Tipps.

Wo gibt es Informationen?

Blütenmischungen (einjährig, mehrjährig) sowie Staudenmischpflanzungen wurden und werden in Forschungsprojekten an der LWG zusammengestellt und über einen längeren Zeitraum getestet. Dabei sind Mischungen für verschiedene Verwendungszwecke entstanden wie zum Beispiel als Straßenbegleitgrün, zur Böschungssicherung oder für den Siedlungsbereich. Es gibt Mischungen in unterschiedlichen Höhen und Farbaspekten.

Unter verschiedenen Links auf der Internetseite der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) findet der Gartenbesitzer ausführliche Informationen zu Anlage, Pflege, Beschreibung der einzelnen Blühmischungen und Staudenmischpflanzungen sowie Bezugsquellen für das Saatgut. Auch die gängigen Saatgutanbieter führen Blühmischungen für kleinere Flächen in ihrem Sortiment.

Platz im Garten

Nach dem heißen, trockenen Jahr 2018 sind viele Rasenflächen lückig bis kahl. Diese Stellen bieten sich nach einer entsprechenden Bodenvorbereitung für Blühmischungen bzw. insektenfreundliche Staudenmischpflanzungen an. Blühmischungen zum Ansäen gibt es für sonnige Standorte, durchlässige Böden. Vorschläge für Staudenmischpflanzungen (enthalten auch Gräser und Zwiebelblumen) gibt es für verschiedene Standorte, von sonnig bis schattig, sie werden gepflanzt.

Den Gartencast dazu finden Sie unter www.lwg.bayern.de/gartenakademie

Weitere Gartentipps und Informationen rund um den Hausgarten finden Sie auch unter www.lwg.bayern.de/gartenakademie-gartentipps